Der gelbe Akrobat – Lesung

Michael Braun und Michael Buselmeier
„Der gelbe Akrobat“

Buchhandlung Himmelheber, Heidelberg, 16.9.2011, 20 Uhr

Seit zwanzig Jahren schreiben Michael Braun und Michael Buselmeier Kolumnen zu deutschsprachigen Gedichten der Gegenwart. Dabei bilden biografische und persönliche Aspekte häufig den Einstieg und wecken Neugier auf das Gedicht – fern jedem akademischen Gestus. Eine erste umfassende Zwischenbilanz dieser Arbeit mit 100 kommentierten Gedichten erschien 2009 unter dem Titel „Der gelbe Akrobat“ (Poetenladen Verlag), mittlerweile ein Standardwerk, das bereits in der dritten Auflage vorliegt. Ihr Gespräch mit der zeitgenössischen Poesie haben Braun und Buselmeier seither fortgesetzt: Die „Neue Folge“ des „gelben Akrobaten“ ist im aktuellen Heft 11 der Zeitschrift „poet“ dokumentiert.

„Wer schon immer etwas über Dichtung wissen wollte, sich aber nicht zu fragen traute, greife zu diesem Buch.“ (Dresdner Neueste Nachrichten)

Neue Folge „Akrobat“ im poetenladen

Ausstellung und Lesung

Ausstellung: Hinter den Worten – Petra Mattheis
20.08.2011 ab 19 Uhr, Tapetenwerk Leipzig

Lesung mit Constantin Göttfert und Sandra Trojan am 20.08.2011 ab 19 Uhr, Tapetenwerk, Lützner Straße 91, 04177 Leipzig (Galerie: Queen Anne)

Sandra Trojan, geboren 1980 in Winterberg (Westfalen), stellt in ihren Gedichten Traumbilder neben Motive aus Mythen und Märchen – dabei entsteht eine „vollkommen sinnliche Rede“ (Michael Braun). Constantin Göttfert, geboren 1979 in Wien, erzählt in seinen Geschichten von Menschen, für die die Realität sich zunehmen verwandelt – in eine Wildnis, in der sie sich nicht mehr zurechtfinden.

Cover: Um uns arm zu machen : In dieser WIldnis

Ausstellung Petra Mattheis vom 24.06. – 27.08.2011
GALERIE „QUEEN ANNE“, Tapetenwerk, Leipzig
Link: Queen Anne

Poetry-Konzert: Five Dildos, Not Six

David Lerner, der amerikanische Undergroundpoet (1951-1986), wird mit seinen Gedichten (übersetzt von Ron Winkler) von Christian Manuel Kolb im Helheim musikalisch vorgestellt.

6. August 2011 im Helheim
Weißenfelser Str. 32
04229 Leipzig
20:30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)

Aus der Helheim-Ankündigung:
„Zwei virtuose Musiker zollen einem der größten SpokenWordPoeten Amerikas ihren Tribut. David Lerner.

Seit über 20 Jahren ist er nun tot, aber seine Texte brennen sich immer noch ins Bewusstsein, beizen die Sinne wie ätzende Säure und wiegen dich in Träume. Oh, ich weiß ich bin Teil der Großstadt, und ganz unten ist kein Platz für Lyrik ..? Doch. David hat es uns gezeigt. Die Mission der Dichtung sei es, sagte er einmal, ‚einen kirschroten Mercedes Benz mitten in die Hölle zu fahren und eine Wette auf Gott abzuschließen.‘

Und genau das machen wir. Ulrich Halfter and der Gitarre, eine Loppmachine, elektrische Verfremdung und Christian Manuel Kolb am Mikrofon. Eine vertonte Lesung, die mehr hat, als den Charme, Poesie, wie ein behindertes Kind mit hübschen Augen auf den Knien schaukeln zu wollen. Ein Feuerwerk wollen wir abfeuern. Seid dabei.“

Weitere Infos mit Hörproben
David Lerner im poetenladen
Five Dildos auf Facebook

Kleine Verlage am Großen Wannsee

Die Independents treffen sich wieder im LCB
Büchershow und Lesungen

2. Juli 2011 | 15.00 bis 22.00 Uhr

Zum sechsten Mal lädt das LCB am Sonnabend ausgewählte Verlage aus dem deutschsprachigen Raum an den Wannsee ein. 27 Verlage – darunter auch der poetenladen – haben die Einladung angenommen und stellen ihre Bücher und Autoren in entspannter Atmosphäre am Wannsee vor. Alle Literaturfreunde sind herzlich eingeladen zu stöbern, zu entdecken, sich auszutauschen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

Programmablauf

15.20 Uhr
Vanessa F. Fogel liest aus ihrem Roman „Sag es mir“ (weissbooks)
15.40 Uhr
Christian Ruzicska liest Hélène Bessette (Secession)
16.00 Uhr
Imraan Coovadia liest aus „Gezeitenwechsel“, vorgestellt von Indra Wussow (Verlag Das Wunderhorn)
16.20 Uhr
Angelika Meier liest (Diaphanes)
16.40 Uhr
Laszlo Kornitzer stellt „Heidegger als Postbeamter“ von Istvan Vörös vor (Edition Korrespondenzen)
17.00 Uhr
Katharina Hartwell liest aus ihrem Erzählungsband „Im Eisluftballon“ (Poetenladen)


17.20 Uhr
Axel von Ernst liest aus dem Erzählungsband „Das Ideal“ von Hans Adler (Lilienfeld)
17.40 Uhr
Susanne Nadolny und Brigitte Ebersbach präsentieren den Band „Zwanzig Abwege zum Glück (Edition Ebersbach)
18.00 Uhr
Volker H. Altwasser liest aus seinem Roman „Letzte Fischer“ (Matthes & Seitz)
18.20 Uhr
Beatrice Faßbender liest aus „Odysseus und die Wiesel. Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte“ (Berenberg Verlag)
18.40 Uhr
Gregor Eisenhauer liest (Mitteldeutscher Verlag)
19.00 Uhr
Evelyn Steinthaler liest aus Otto Basils „Wenn das der Führer wüßte“ (Milena Verlag)
19.20 Uhr
Robert Prosser liest aus seinem Roman „Feuerwerk“ (Klever Verlag)
19.40 Uhr
Der Bilger Verlag stellt sich vor
20.00 Uhr
Der Blumenbar Verlag präsentiert „Das Manifest der Vielen“
20.20 Uhr
Frédéric Valin liest aus „Randgruppenmitglied“ (Verbrecher Verlag)
20.40 Uhr
Katharina Schultens liest aus dem Gedichtband „gierstabil“ (Luxbooks)

Quietschblanke Tage in Gießen

Carolin Weber (Stadttheater Gießen) liest Großstadtgeschichten

Sonntag, 03.07.2011, 12:00 Uhr, Botanischer Garten

Großstadt – viele Menschen, viele Gesichter, viele Begegnungen, viele Geschichten. Mal heiter ironisch, mal melancholisch oder auch todtraurig.
Immer aber spielen Menschen eine Rolle.
„Quietschblanke Tage, spiegelglatte Nächte“ (Hg. Katharina Bendixen) ist ein Sammelsurium von Großstadteindrücken, gesammelt und aufgeschrieben von neunzehn Autoren und Autorinnen.
Der Leipziger Verlag Poetenladen hat mit dieser Anthologie von Großstadtgeschichten ein wahres Kleinod geschaffen und Carolin Weber (Stadttheater Gießen) wird einige der hinreißend geschriebenen Texte vorstellen.

Wegen der geplanten Tiefbauarbeiten in den Marktlauben finden diese Lesung und auch der begleitende Büchermarkt im Botanischen Garten (Bühne) im Anschluss an das Botanische Konzert statt.
Beginn der Lesung ist ca. 12:15 Uhr.
Der Eintritt ist wie immer bei „Eine(r)liest“ frei.

Zum Veranstalter

Thomas Böhme – Stundenglas

Lesung mit Thomas Böhme in Großpösna (bei Leipzig)

Mittwoch, 29. Juni um 19:30 Uhr
Kreuzgewölbe des Bürger- und Vereinshauses Großpösna

„Gedichte können Spaß machen. Sie können voller Geschichten stecken. Sie können voller Lebenslust sein. Es könnte so schön sein im Lyrik-Regal. Aber das Schöne ist selten. Und die Dichter sind selten, die ihre Leser als Partner betrachten beim Abenteuer Dichten. Thomas Böhme ist so einer.

Geboren in Leipzig. Autor auch von Prosabänden. Und ein Handwerker. Und selbst das, was in seinem mehr als hintersinnigen Band Heikles Handwerk wie ein Spiel ausschaut, ist bestes Handwerk – im doppelten Sinne. Der geleisteten Arbeit am Wortwerk und den Geschichten, in denen es sich um zum Teil verschwundene Handwerksberufe dreht, wegen.

Die Berufe, die Böhme auswählt, sind handverlesen. Und Böhme schnappt den Leser und nimmt ihn einfach mit ins Bild. Aber wer denkt, er landet in einer Werkstatt, irrt. Denn der Handwerker ist in erster Linie ein Mensch und das ist es, was Böhme interessiert.“

Thomas Böhme | Heikles Handwerk im poetenladen

Servais-Preisverleihung an Jean Krier

Die Verleihung des Prix Servais 2011 für Jean Krier und seinen Gedichtband „Herzens Lust Spiele“ findet in Mersch (Luxemburg) statt, und zwar am
17. Juni 2011 im Centre national de Littérature à Mersch um 19.30 Uhr.

Die Laudatio wird Michael Braun halten.

Näheres zum Preis unter: News
sowie zur Verleihung unter: plurio.net

Andreas Altmann durch Schillerstiftung ausgezeichnet

Der Lyriker Andreas Altmann, dessen jüngster Gedichtband im poetenladen erschien, erhält die Dr. Manfred-Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 13. November in Weimar überreicht.

Die Jury der Deutschen Schillerstiftung von 1859 hebt in ihrer Begründung für Andreas Altmann (geb. 1963) besonders seine in eigensinnige und magische Bilder gefassten Natur- und Landschaftsbeschreibungen hervor, so die Pressemitteilung. Seine Gedichte ermöglichten einen anderen Blick auf scheinbar Vertrautes und fordern so eine Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Wahrnehmung.

Das zweite Meer | Taschenbuch 2011 | 14,90 Euro

Andreas Altmann | Das zweite Meer | Gedichte
poetenladen taschenbuch | 2. Auflage, Leipzig 2011
96 Seiten | 14.90 Euro
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„Das zweite Meer ist ein stilles Meisterwerk. Punkt.“ (Dresdner Neueste Nachrichten)
„Wunderbare, synästhetisch flirrende Wort-Aquarelle.“ (Neue Zürcher Zeitung)
„Bilder, die sich exakt und einleuchtend dem Leser einprägen.“ (WDR)


Andreas Altmann

Preis der Autoren für Finn-Ole Heinrich und Spaceman Spiff

Das Liedermacher-Autoren-Duo Finn-Ole Heinrich und Spaceman Spiff werden für ihr Bühnenprogramm „Du drehst den Kopf, ich dreh den Kopf“ ausgezeichnet.
– News 414 –

Fotograf: Dylan Thompson

Der Preis, der für die „überzeugende Zusammenführung von Musik, Literatur und Per­formance zu einer eigenen Kunst­form “ verliehen wird, ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Autorenstiftung Frankfurt gestiftet. Seit 2007 vergibt die Autoren­stiftung Frankfurt am Main alljährlich den Preis, eine Auszeichnung für „heraus­ragende Werke der dar­stel­lenden Künste, deren Einzig­artigkeit darin besteht, dass es ein Preis von Autoren für Autoren ist“.

Die Erzäh­lungen und Songs des Duos Heinrich-Spiff sind im mairisch Verlag erschienen. Bei ihren ersten Live-Auf­tritten, so heißt es, schuf das Duo eine fast schon magische Atmosphäre, mit einfachen Songs und Texten, die unge­wöhnlich nahe gehen und im richtigen Moment laut knallen. Frühere Preisträger waren u.a. Annette Hess, Thomas Steinaecker und Paul Brodowsky

Finn-Ole Heinrich: *1982, aufgewachsen in Cuxhaven, Filmstudium in Hannover. Jetzt lebt er in Hamburg.

Spaceman Spiff: alias Hannes Wittmer, *1986, aufgewachsen in Würzburg, lebt in Hamburg.

Website: Autorenstiftung  


Ein ausführliches Interview mit Spaceman Spiff (Hannes Wittmer), geführt von Katharina Bendixen, ist im akutellen poet 12   nachzulesen.

Kein Anti-Kitsch-Blatt vor den Mund nehmen

SPACEMAN SPIFF IM GESPRACH

KATHARINA BENDIXEN: Wenn du ein Lied schreibst, hast du dann zuerst den Text oder die Melodie im Kopf?

HANNES WITTMER: Ganz unterschiedlich. Manchmal ist der Text zuerst da, ein Satzfetzen, den ich mir irgendwo notiert habe, manchmal habe ich auch ein Gitarrenriff im Kopf, und dann gibt es einen Moment, wo beides zusammenfliest. Ich habe schon oft versucht, mich hinzusetzen und ein Lied zu schreiben, aber das kann ich gar nicht. Meistens passiert das in einer halben Stunde. Monatelang habe ich nichts Neues geschrieben, und dann gibt es eben diesen Moment. Ich glaube, ich selbst bin daran nicht so richtig beteiligt. Das Lied benutzt mich, um geschrieben zu werden.
(Weiteres im Literaturmagazin poet nr. 12  )

Illustration: Miriam Zedelius